Alte Nummer Kultur – Tradition Gyoji

Gyōji – Schiedsrichter beim Sumo
Makushita
Ab 10. Mai fängt das Sumo-Turnier in der Kokugikan Halle an. Sumo-Liebhaber und Sumo-Ringerfans freuen sich schon auf den Eröffnungstag. Diesen Monat möchte ich über Gyōji, die Schiedsrichter beim Sumo berichten.

Ein Gyōji-Bewerber gehört zunächst wie ein Sumō-Ringer zum Sumo-Stall. Nach dem Abschluss der Mittelschule oder spätestens bis zum 19. Lebensjahr reicht er sein Gesuch über seinen Sumo-Stallmeister und die Gyōji-Vereinigung beim Sumo-Verband ein. Er kann Gyōji werden, wenn seine Bewerbung vom Vorstand genehmigt wird. Drei Jahre lernt der Kandidat nun bei einem höherrangigen Gyōji die Geschichte des Sumo, wie man Gunbai, die Schiedsrichterfächer benutzt, Stimmgebung, Sumo-Kalligraphie und vieles mehr. Der Unterricht findet im Schiedsrichterraum der Kokugikan Halle statt. Auch Gyōji werden genauso wie Sumo-Ringer in Klassen bzw. Ränge unterschieden. Von unten nach oben: Jonokuchi, Jonidan, Sandan, Makushita, Jūryō, Makuuchi, San’yaku und Tategyōji, die obersten Schiedsrichter. Die obersten zwei Schiedsrichter heißen immer Inosuke Shikimori und Shōnosuke Kimura, der Name wird mit dem Rang vergeben. Das Monatsgehalt beginnt mit den Jonokuchi bei rund Yen 14.000-20.000 und erhöht sich mit dem Aufstieg in die höheren Ränge. Ein Jūryō verdient ca. Yen 100.000- 200.000, ein oberster Schiedsrichter, Tategyōji, rund Yen 400.000- 500.000 im Monat.

Jūryō  Foto: Katja Theil

Jūryō Foto: Katja Theil



An den Füßen, der Farbe der Quaste des Schieds- richterfächers und an der Chrysanthemen- förmigen Verzierung des Kimonos erkennt man den Rang des Schiedsrichters. Je später dieser das Dohyō, also den Ring betritt, umso höher ist sein Rang. Schiedsrichter in den Rängen von Jonokuchi bis Makushita sind barfuß und die Farbe ist Grün oder Schwarz, ab Jūryō dürfen sie Tabi, japanische Socken anziehen, die Farben des Jūryōs sind Grün und Weiß, die des Makuuchi sind Rot und Weiß, ab Sanyaku dürfen die Schiedsrichter Strohsandalen tragen und am Gürtel einen kunstvoll verzierten traditionellen Medizinbehälter. Die Farbe des San’yaku ist Orange. Tategyōji tragen einen kurzen Dolch und die Farben von Inosuke Shikimori sind Violett und Weiss, die von Shōnosuke Kimura ist Violett.

This entry was posted on 土曜日, 6月 6th, 2009 at 23:09 and is filed under Kultur. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

Comments are closed.