Kultur – Natur (Japan)

Der Hase im Mond

Am 15. August (jūgo-ya = 15. Nacht) und 13. September (jūsan-ya = 13. Nacht) des alten Mondkalenders (dieses Jahr am 3. und 30.Oktober) kann man den Herbstvollmond „Chūshū no meigetsu“ bewundern. Am „jūgo-ya“ und in manchen Orten auch am „jūsan-ya“ stellt man Reisklößchen (Dango), Stielblütengräser (Susuki) und Herbstfrüchte, wie z.B. Taro-Kartoffeln und Ess­kastanien, als Opfergaben in Fensternähe auf und schaut sich in Ruhe den wunderschönen Herbstvoll­mond an.

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Man sagt in Japan, dass auf dem Mond der Schatten eines Hasens zu sehen ist. “Der Hase im Mond” zermahlt Reis und macht mochi (Reiskuchen) für das Jūgo-ya Festival. Die folgende Legende aus der buddhistischen Lehre verrät uns die Herkunft dieser Sage:

Vor langer Zeit, in einem weit entfernten Land, lebten ein Affe, ein Fuchs und ein Hase. Eines Tages begegneten die drei Tiere einem schwachen alten Mann, der vor Hunger und Durst erschöpft auf dem Boden lag und sie um Hilfe bat. Der Affe rannte in den Wald und brachte Früchte und Gemüse. Der Fuchs rannte zum Friedhof und brachte Opfergaben, die die Leute für die Toten zurückgelassen hatten; Reis- kuchen, Fisch, Getränke und solches. Der Hase aber konnte nichts finden, um den armen alten Mann zu retten. So bat er den Affen und den Fuchs ein kleines Feuer zu machen und sprang in die hellen Flammen hinein, um sich selbst als Nahrung für den alten Mann zu opfern. Dieser alte Mann war Taishakuten, eine Gottheit aus dem Land der Götter, der vom Himmel herabgekommen war, um zu überprüfen, ob die Tiere auf der Erde Barmherzigkeit besitzen. Er war sehr beeindruckt und gerührt von dieser auf- opfernden Tat des Hasen und ließ ihn zum Himmel aufsteigen, damit die Menschen diesen Hasen und seine selbstlose Tat niemals vergessen.

This entry was posted on 月曜日, 9月 21st, 2009 at 05:39 and is filed under Kultur. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

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