Am 11. März 2011 um 14:46 Uhr war ich in einem Kaufhaus in Kawasaki. Ich fühlte mich etwas schwin- delig und sah um mich, als eine Verkäuferin uns ansprach: „Erdbeben! Bitte gehen Sie nach draußen”. Draußen soll es ja gefährlich sein, so dachte ich mir, aber als ich einen Schritt zum Ausgang machen wollte, merkte ich, dass zwei ältere Frauen mich untergehakt hatten. Unter dem Dach des Kaufhauses sah ich viele Menschen, die aus den Büros und Restaurants herauskamen und auf der Straße standen, aber es war sehr leise. Alle waren sehr beschäftigt, Mails von ihren Handys abzuschicken. Ich kam zu mir und schickte auch Mails an meine Familie. Sie kamen anscheinend auch an. Die Ampeln waren an einigen Stellen ausgefallen und die Autos fuhren sehr langsam. Zurück in meinem Apartment stellte ich fest, dass der Strom ausgefallen war. Ich tauschte Informationenüber die Ereignisse mit den Mitbewohnern aus, die ich bis dahin noch nie kennengelernt hatte. Ich musste mit jemandem sprechen.
Mein Kater war sehr angespannt und unruhig, auch wenn ich ihn auf den Arm nahm. Ich ließ ihn bei meinem Mann, der zufällig früh nach Hause kam und eilte zu einem Convenience Store. Ich besorgte Obentos und Batterien für Taschenlampe und Radio. Ohne Strom standen die Kunden in einer langen Schlange, um Lebensmittel und Getränke einzukaufen. Zurück in der Wohnung, zündete ich einige Kerzen an und hörte aufmerksam Radio.